Heilpflanzen und die Fruchtbarkeit des Mannes

Eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen, ebenso reich an Aminosäuren wie L-Arginin und L-Carnitin, hilft dabei, die Spermienqualität zu verbessern. Das haben mehrere hundert Studien nachgewiesen.

Darüber hinaus gibt es einige Heilkräuter, die vor allem im Mittelalter bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt wurden. Zwar ist die traditionelle Naturheilkunde eher darauf spezialisiert, typische weibliche Fruchtbarkeitsstörungen und Frauenleiden zu bekämpfen. Doch werden Heilpflanzen auch bei männlicher Unfruchtbarkeit angewendet. Erfolgreich? Die Studienlage ist bei weitem nicht so gut wie die von Vitaminen und Mineralstoffen.

Die vorgestellten Pflanzen sollen die Fruchtbarkeit des Mannes verbessern, indem sie beispielsweise die Spermienproduktion anregen sollen und angeblich die Balance des Hormonhaushalts – speziell des Testosterons – optimieren.

Teemischung aus Engelwurz, Liebstöckel, Brennessel, Männertreu und Pastinak

Heilpraktiker empfehlen eine Teemischung, die je zu gleichen Teilen aus folgenden Komponenten besteht:

  • Arznei-Engelwurz (Angelica archangelica); Wurzel
  • Brennnessel (Urtica urens); Wurzel
  • Liebstöckel (Levisticum officinale); Wurzel
  • Männertreu (Lobelia erinus); Kraut
  • Pastinak (Pastinaca sativa); Wurzel

Pro Tasse werden zwei Teelöffel der Kräutermischung mit kochendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit sollte etwa zehn Minuten betragen. Um eine Optimierung der Spermienqualität zu erzielen, ist es nötig, mindestens sieben Wochen lang zweimal täglich eine Tasse des Tees zu trinken.

Brennnesselsamen

Nicht nur die Wurzeln der Brennnessel werden bei bestehendem Kinderwunsch empfohlen. Auch den Samen der nahezu weltweit vorkommenden Pflanzengattung werden fruchtbarkeitsfördernde Wirkungen nachgesagt. So soll unter anderem das enthaltene Tocotrienol (besonders aktive Form des Vitamin E) die Zeugungsfähig des Mannes verbessern. Nehmen Sie über mehrere Wochen täglich zwei Teelöffel Brennnesselsamen zu sich. Die mild aromatischen Samen schmecken sehr gut im Salat, auf dem Brot oder in Quarkspeisen. Natürlich können Sie aber auch jedes andere Gericht mit Brennnesselsamen verfeinern.

Studienlage zu Heilpflanzen: nicht ausreichend

Auch wenn diese Heilpflanzen seit Jahrhunderten eingenommen werden: eine wissenschaftliche Absicherung der überlieferten Hausrezepte ist bisher nicht gelungen. Eine der am besten erforschten natürlichen Mittel ist da schon die Aminosäure L-Arginin und eine umfassende Einnahme von Vitaminen und Antioxidantien.

Allerdings: lecker ist ein frischer Brennesselsalat oder -tee allemal!

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